13 Pilion, Sand und Licht

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Platania, der Hafenblick

Anfang Juni 2003. (Wie lang das schon wieder her ist …) Ein paar Tage Ruhe in Platania, nach einer sehr langen Rundfahrt durch Thrakien und Makedonien. Im Hotel Platania hat jemand die Berankung des Hauses arg zurückgeschnitten. Aber das halbe Dutzend Hochsee-Fischerboote ist noch da.
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Wir haben was davon, denn die Taverne am Mikro-Strand serviert nur Frisches vom Boot … eigentlich. Der Wirt kennt uns inzwischen. Bei meinen Wunsch nach Barbounias zögert er. “No time for Barbounias now!”. Seine Barbounias seien im Juni nicht hier aus dem Wasser, er könne mir höchstens welche auftauen. “If they are no good, you don’t have to pay them!”
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Er kommt auch zum Tisch, während ich esse, und fragt: “How is the fish?”
“Good. Really good.”
Er verzieht das Gesicht: “Aaah, not good. I know. Be honest! Don’t be polite!”
Was sollte ich denn sonst sagen? Sie sind gut …
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Das kleine rote Boot am Steg bringt die Fische nach Mikro, das weiße die Gäste. Der Wirt (oben im ersten Tavernen-Foto, ganz links) hat im Winter eine Disko in Volos. Er verbringt hier immer den Sommer, größtenteils in Ruhe und Frieden. Uns hält er für Engländer. Wir haben ihn nie korrigiert. Am letzten Tag schenkt er uns zwei kleine Ouzofläschchen “to take home to England tomorrow”
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Die Stimmung in Platania ist griesgrämig (kaum Gäste). Irgendwann hält uns ein Wirt mitten auf der Straße an, vor seinem leeren Laden, in bester Piräus-Mikro-Limani-Manier, und zwar auf deutsch: “Sie sind doch Deutsche! Hier ist eine deutsche Kneipe! Sie essen immer beim Engländer!”
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Wir haben natürlich trotzdem nicht bei ihm gegessen. Beim Engländer? Wir fragen Manoli im Hotel Platania (wo wir meist sitzen, wenn wir nicht in Mikro essen). Manoli lacht. Es gibt keine englisch geführte Taverne im Ort …
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Nach zwei schon beängstigend ruhigen Tagen am Strand …
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… setzen wir uns auch mal wieder ins Auto. Ein paar Ecken anschauen, die wir noch nicht kennen. Hier die Landstraße bei Patrichori, die ich woanders schon erwähnt hatte:
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Wir hatten vor drei Wochen unser Auto in Ouranopolis ausgraben (!) müssen, auf einem Sandweg in den Dünen. Der Sand war trocken, aber es war anstrengend ohne richtiges Werkzeug, außer ein paar morschen Brettern und dem Wagenheber. Hier sieht es hoffnungslos aus. Wenn man hier am Ende der Welt in der zähen roten Erde stecken bleibt …!
Ich gehe zu Fuß noch um den nächsten Hügel … oh je, da sind Lkw-Radspuren wie Canyons, und größtenteils mit Wasser gefüllt.
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Aber das Auto hat ja einen kleinen Wendekreis. Sogar auf der Stelle kann man die Fahrtrichtung ändern …
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Im Jahr 2003 hat sich noch einiges geändert. Die Kerzen in der Theotokos-Kirche wirkten diesmal leider nur teilweise. Einer der beiden fehlte der Segen.
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