Kykladen Mai 2015

Mohn Sifnos
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Sifnos. Der Mohn ist aufgegangen …*
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Die Reise im Mai 2015 hatte ich als Kykladen-Rundfahrt geplant; aus dem Reise-Verlauf wurde auf der Landkarte natürlich eine Art 8 statt eines Kreises. Schließlich kommt immer was dazwischen, und am entscheidenden Tag taucht die “Aqua Spirit” nicht am Horizont auf …
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Eroupoli Meike Hafen
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Hermoupolis/Syros und die Last des Mobiltelefons. Wie elegant kann man damit Verabredungen absagen, im allerletzten Moment.
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Nur mal nebenbei: Wenn man bei der Reise nach Griechenland noch einen Paß mitführen müßte, und jede Ein- und Ausreise mit dem Stempel quittiert würde, dann wäre dieses Dokument bei mir nach 30 Jahren und 50+ Reisen schon ziemlich voll.
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Immer noch gibt es was Neues zu entdecken. Immer findet man etwas, was sich zum Glück nicht geändert hat oder leider doch. Schon seit Jahren freue ich mich in erster Linie darauf, Freunde und Bekannte, Griechen oder Zugewanderte wieder zu treffen – mehr als auf neue „Sehenswürdigkeiten“. Ein paar Stunden oder Abende gemeinsam zu haben …
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Also … jetzt überkommt mich eine plötzliche Rückblende …🙂 … da sitzen M. und ich am frühen Abend am Hafen von Ermoupoli, beim Ouzo. M. muß gleich zum „Frauenabend“ mit ihren Freundinnen. Ständig meldet sich ihr Telefon, und wieder und wieder sagt jemand ab..
M. ruft N. an, ihre griechisch-ägyptisch-australische Freundin, die den Tag damit zugebracht hat, für den Abend das Essen zuzubereiten. N. ärgert sich und schlägt M. vor, sie solle doch stattdessen alle erreichbaren Männer (besonders die mit gutem Appetit!) mitbringen, die sie umgehend erreichen kann. Der „Frauen“abend fällt aus, basta.
Halt.
Die Geschichte geht noch weiter, es war ein netter Abend … gut, ja, wenn ich weitererzählen würde, das wäre auch ein „Reisebericht”.
Aber … man kann und soll ja nicht alles hier ausbreiten.
Auch nicht das vom nächsten Tag, als …🙂 …
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Nochmal zum Foto – es hat weniger einen privaten als einen historisch-öffentlichen Bezug: Schauen sie auf die Straße, die eine Zeit lang den Fußgängern vorbehalten war. Die Stadt Ermoupoli will die nördliche Hafenstraße weg von den Häuserfronten an den Kai versetzen, und die Café-Terrassen vom Wasser zurückverlegen an die Häuserfronten der Lokale. Die Wege für das Service-Personal werden etwas kürzer und der Verkehr wird (angeblich) weniger unfallträchtig. Im Hafenwesten ist es ja schon seit langem so. Aber: Die besondere Atmosphäre wurde im Westen völlig zerstört. Das wird im nördlichen Bereich auch passieren.
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Prekas Ermoupoli Syros
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Prekas ProdukteWo wir schon bei der Hafenstraße von Ermoupoli sind: Sie sollten nicht verpassen, dort in die Marktgasse einzubiegen. Einer der besten Möglichkeiten, dort Geld auszugeben, ist der Laden von  PREKAS (Πρέκας), in Hafennähe, rechte Seite.
Wenn Sie nach traditionellen Produkten des Landes suchen, sind sie hier richtig: Ausgewählte Spirituosen und ausgefallene Liköre und Syrupsorten, gute preiswerte Landweine (aber auch edlere Sorten),  Käsesorten aus allen Landesteilen, Gewürze, Süßigkeiten, traditionell gefertigte Haushaltsgeräte usw.
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Ich konnte in diesem Jahr bei diesem Küchenbrett aus Olivenholz nicht widerstehen. Durch die Maserung wirkt die Oberfläche der Holzplatte geradezu dreidimensional, und nicht eben. Dabei ist die Oberfläche spiegelglatt! Wäre viel zu schade, das Brett beim Käseschneiden zu zersäbeln!
Es dient eher der Meditation.
Wie viele Jahre mag es gedauert habe, bis die Kraft von Wind und Wetter diese Struktur im Holz entstehen ließen? Das Bild zeigt etwas Höhlenartiges, da ist ein Sog, der einen in die Tiefe zieht.
Wenn Ihnen diese Beschreibung kitschig vorkommt, gut, dann stellen Sie sich doch vor, es sei das vergrößerte Abbild einer medizinischen Darmspiegelung …🙂 …:
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Olivenbrett
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* Zum ersten Foto – “Der Mohn ist aufgegangen”: Ich dachte, ich sei der erste, dem diese Variante der Liedzeile eingefallen wäre. Am 02.07.2015 schreibt Die Zeit, sie hätten von der Leserin Carola Ritter aus Halle/Saale im Sommer 2014 auf der Seite “Zeit der Leser” eine Nachdichtung des Liedes “Der Mond ist aufgegangen” (Matthias Claudius) veröffentlicht, mit dieser Titelzeile.
Da ich diese Seite der Zeit nicht ausstehen kann, überfliege ich sie höchstens mal flüchtig. Sollte da doch bei mir im Unterbewußtsein was hängengeblieben sein im letzten Sommer …?

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