20 The Papas and the Englishman

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Im Jahre 1980 wurde Roy Hounsell arbeitslos. Als ihm nach längerer Jobsuche ein 23jähriger Personalangestellter im Bewerbungsgespräch erklärt, er sei mit 38 Jahren doch wohl zu alt für das Werbefach, hat Roy genug von England.
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Roy und Effi verkaufen ihr Haus in Surrey, kaufen in Amsterdam einen Suzuki Jeep und fahren quer durch Europa nach Korfu. Nicht zum Strandleben, sondern um dort den Lebensunterhalt zu verdienen, egal wie. Man hilft bei Freunden auf dem Bau, man mietet und renoviert ein altes Haus, lernt Griechisch, etabliert sich am Ende finanziell damit, bei den edleren Ferienvillen auf der Insel die Swimmingpool-Systeme zu warten … bis zu dem Tag, wo die beiden zum ersten Mal einen Ausflug auf’s Festland machen.
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Sie landen in Monodendri, an der Vikosschlucht, mitten in der Zagoria. Berge, herbe stille grüne Schönheit. Keine Zypressen, keine Oliven, keine Bikinis, keine Cocktails. Plötzlich sehen sie Korfu völlig anders als vorher …
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Anfang der 1990er treffen sie Eleni Pangratiou (siehe Epirus-Kapitel 01), eine Architektin, die in den Bergdörfern alte Häuser renoviert. Sie gehen mit ihr durch das griechenlandübliche System, ein Haus zu finden, ohne (als Fremder) übervorteilt zu werden und landen in Koukouli, wo sie zwei nebeneinanderliegende Häuser angeboten bekommen … im Moment kaum bewohnbar, aber im Grunde intakt, und in schönster Lage mitten im Dorf … für umgerechnet 15.000 Euro … und Kostas (Maurer und Dorfpriester), der wohnt nebenan …
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Roy beschreibt so lakonisch wie humorvoll, in welches Abenteuer er sich da einließ. Und auch, wie die ersten vier Jahreszeiten im Dorf verliefen (Wintereinwohnerzahl von Koukouli: 15). Am Ende waren die beiden Häuser in ihrem eigenen kleinen Englischen Garten ja auch fertig. Wenn Sie wollen, ziehen Sie da doch mal ein für ein paar Tage!
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Roy und Effi Hounsell (Foto privat)
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The Papas And The Englishman
(From Corfu to Zagoria)
Roy Hounsell
Introduction John Waller / Yiannis Books 2007
ISBN 978-0-9547887-3-5
Erhältlich z.B. bei amazon (Englische Bücher, auch als e-book).
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2 comments

  1. Im Jahre 2016 erwarten die Ionischen Inseln einen zweistelligen Zuwachs bei den Touristenzahlen. Der Grund? Minus(!)zahlen in gleicher Höhe dürfen die Ostägäischen Inseln in diesem Jahr erwarten, nach dem Zustrom/Transit der Bürgerkriegsflüchtlinge (Syrien, Irak, Afghanistan) und den entsprechenden Medienberichten.
    Die Ionischen Inseln erwirtschaften etwa 50% ihres Bruttosozialprodukts aus dem Tourismus (Griechenland im Durchschnitt 8,5%).
    Nach dem Zerfall von Jugoslawien profitierten die Inseln auch von den Bürgerkriegszuständen an der nördlichen Adria – niemand verbrachte mehr seinen Urlaub in Kroatien.
    Roy und Effis Fluchtgründe – was Korfu angeht – haben sich mittlerweile wohl vervielfacht …

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