Post aus Saloniki: Kleingewerbe

600_Saloniki_Friseure
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Braucht der Barbiersalon ein Dach? Nicht unbedingt.
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Mich erstaunt, wie viele verschiedene Motive aus der Stadt Saloniki zwischen 1900 und 1920 auf Postkarten angeboten wurden. Man kann ganze Motivgruppen bzw. Themenbereiche zusammenfassen. Von der Römischen Zeit war wenig geblieben, und die Architektur der Osmanischen Zeit war auch nicht für die Ewigkeit gedacht. Also bildete man gerne Szenen aus der Gegenwart ab. Dem Thema Prostitution hatte ich schon eine Seite gewidmet.
Hier also das nächste Thema: Weiteres Kleingewerbe … 🙂
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Nicht nur der „Coiffeur“ konnte gut ohne Ladenlokal leben. Für den Verkauf von Zeitungen brauchte man auch keinen Περίπτερο (Kiosk). Kinderarbeit war noch selbstverständlich:
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600_Saloniki-Zeitungsjungen
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So sehr sich die Straßenfeger auch um die Sauberkeit mühten …
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600_Saloniki-Strassenfeger_H500
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… was ziemlich erschöpfen konnte …
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600_Saloniki-StrassenfegerPause1920
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… es war eine Sisyphos-Arbeit! Und man verdiente so wenig, daß man sich eine Mittagspause im Kafeneion nicht leisten konnte.
Und wie oft wird der müde Straßenfeger den büffelbetriebenen „Lasttaxis“ und ihren Hinterlassenschaften hinterhergeflucht haben:
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img027_600_Saloniki-Bueffelgespann
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600_Saloniki-Bueffelwagen
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Aber man mußte nicht nur den Verdauungsendprodukten der Zugtiere ausweichen.
Schon die gewöhnliche Staubschicht auf den Straßen schaffte weitere Erwerbsmöglichkeiten – überall  wartete der Lustros, der Schuhputzer:
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600_Saloniki-Schuputzer1_H500
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…………600_Saloniki-Schuhputzer2_H500
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Ungeputzte Lederschuhe waren einfach uncool …
Und für den kleinen Hunger und großen Durst war auch gesorgt:
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600_Saloniki-Limonadenverkaeufer_H500
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Limonadenverkäufer
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600_Saloniki-Apfelsinenverkaeufer_H500
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Apfelsinenverkäufer
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Und was hatte der Koch der Garküche zu bieten? Souflaki? Gyros pita?
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Wenn das Messer des Rotisseurs nicht mehr scharf genug war, gab es prompt Hilfe. Der Messer- und Scherenschleifer war mit seiner mobilen Werkstatt im Einsatz.
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Und wenn man selber kochen wollte? Man mußte sich nicht immer zur Markthalle bemühen. Improvisierte Gemüse- und Kräuterstände gab es natürlich auch. Regionale Produkte vom Erzeuger bzw. der Erzeugerin:
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img026_600_Saloniki-Kopftuchfrauen
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„Tekkèli“ ist türkisch, bedeutet in etwa „mit Kopftuch“. Weist nicht auf die Religionszugehörigkeit hin, sondern auf die übliche Bekleidung der Landfrauen.
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> WEITER MIT:  POST VOM PELOPONNES UND VON SPETSES
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> WEITER MIT:  POST VON MARIA PHILTSOU, QUASI AUS SKYROS
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