14 Roy und Effis Pension, Koukouli

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Roy und Effi … “Need a room? You’re in the right place!”

2002. Ewig nicht hier im Dorf gewesen … von Kipi rauf führt immer noch ein schmales Schottersträßchen, und der Parkplatz von Koukouli sieht aus wie immer. Rechts geht es rein zur Kirche und zur Taverne.
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Der kleine Parkplatz von Koukouli. Vorne links Roys Suzuki. Im Dorf gibt es keine Fahrstraßen!
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Die Taverne von Koukouli
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So bescheiden der Laden auch aussieht, das Essen war gut! (Wein = besser keinen “lokalen” verlangen … und die Toilette war 2002 noch die öffentliche unterhalb des Dorfparkplatzes und weniger gut …) Und neben der Taverne die Schräge rauf, links abbiegen (und gegebenfalls ein bißchen suchen), und dann stehen Sie schon vor Roy und Effis Residenz:
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Uups, so sieht es natürlich nicht immer aus! Das war der Februar 2005, im extra harten “Bärenwinter”. Das ist ihr Privathaus an einem Sommertag:
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Und unten das Gästehaus … direkt neben dem Privathaus, mit 4 Doppelzimmern und einem Apartment. Alles umgeben von einem kleinen englischen Minipark, mitten im etwas zerzausten Zagoria-Dorf Koukouli. Roy und Effi stammen schließlich aus einem fernen Land im Norden, wo Gärten und Parks traditionell gepflegt werden! (Die beiden wohnten zunächst auf Korfu, sind aber 1991 hierher gezogen.):
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Effi sorgt für den Englischen Rasen, den Wintergarten und den Pensionsbetrieb. Roy hat vom Haus soviel selber renoviert und umgebaut, wie es eben ging. (Er ist öfter unterwegs, weil er für einen griechischen Reiseveranstalter arbeitet … aber wandern tut er nicht.)
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Seine Tischlerarbeit ist Spitze. Lassen Sie sich mal die Schubladen (!) in der Treppe des Privathauses zeigen! Etwas weniger hellhörige Mauern in den neuen Wänden des Gästehauses wären zwar besser gewesen … aber in der Ruhe von Koukouli freut man sich oft, wenn man hört, daß noch jemand im Haus ist …🙂 …
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Daß alle Hunde an Effi hängen, hatte ich bei den Zagoria-Wanderseiten schon beschrieben. Inzwischen haben sie auch zwei eigene. Das hier ist Dick, aus der Nachbarschaft, der sich bei seinem Besuch um eine kultivierte Sitzhaltung bemüht:
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Und meinen Skorpionstich von 1993 hatte ich auch schon woanders erwähnt … der lief damals glimpflich ab dank Effis Erste-Hilfe-Mittel. Als ich 2002 meine Tasche auspacke, glaube ich meinen Augen nicht zu trauen … schon wieder ein Skorpion! Diesmal greift Roy zu … ja, er greift einfach in die Tasche und holt ihn raus … mit bloßen Fingern! Er ist tatsächlich völlig unempfindlich gegen Skorpiongift …
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Da wir oben schon das Winterbild hatten … noch eine kleine Anekdote dazu. Man braucht im Winter einige Kubikmeter Holz für den Kamin, und Roy kriegte eines Tages eine frische Lieferung … sie wurde im Polizei-Kleinlaster (!) gebracht.
Hör mal, fragt Roy den Lieferanten, lag nicht genau dieses Holz gestern noch da oben am Waldrand, schön sauber gestapelt? Und jetzt bringst du mir das Zeug … im Polizeiauto? Der Holzhändler zuckt mit der Schulter: Na und? Wenn mir die Polizisten das doch da reinladen …!
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Wir reden hier nicht vom Holzklau, nein nein! Man muß natürlich am Ende der Welt damit leben, daß “fünf auch mal gerade” ist. In der Regel gehört der Wald um jedes Dorf der Gemeinde selbst. Sie vergibt an die Dorfbewohner das Recht, sich das Feuerholz für den Winter im Wald selbst zu holen. Die Gemeinde kann sich jedoch auch an Holzverkäufer wenden, die das Holz professioneller fällen und bergen können.
Die Holzverkäufer liefern das Feuerholz frei Haus. Wenn nun dieser Holzverkäufer im Dorf jemanden findet, der ihm (eventuell sogar steuerfrei …) bei solchen Geschäften hilft, dann kann das durchaus auch der Dorfpolizist sein, und es kann auch sein, daß der unter Umständen ein Dienstauto bei der Arbeit einsetzt …
Aus ökologischen Gründen ist so ein kurzer Lieferweg ja auch zu vertreten. Wieviel Diesel würde verbraucht, wieviel Kohlendioxyd würde produziert, wenn der Händler sein eigenes Auto aus Ioaninna herbewegen müßte …🙂 …!
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Nachtrag für den Polizeipräsidenten von Ioannina: Der Vorfall mit dem Holz und der Polizei mag sich auch ganz anders zugetragen haben. Ganz anders. Ist bestimmt nur so ein Dorfgerücht! Definitiv kein Dienstvergehen! Heutzutage würde sowas in Ihrem Bezirk sowieso nie passieren! Und die Verjährungsfristen sind in diesem Fall mit Sicherheit schon abgelaufen …
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Roy und Ainley Hounsell, Tel. 0030 26530-71743

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Roy Hounsells Buch  The Papas And The Englishman

6 comments

  1. Ich habe dort eben angerufen, und (ich glaube) Roy versuchte mir zu erklären, dass sie keine Zimmer mehr vermieten. Vielleicht wäre es gut, dann die Telefonnummer zu entfernen, damit sie nicht ständig von neugierigen Touristen wie mich gestört werden🙂

  2. Hallo Martin, ich sehe gerade bei amazon eine relativ neue Rezension von Roy’s Buch. Die ist im Januar 2014 geschrieben. Der Verfasser hat die beiden im Winter in Koukouli getroffen (es steht aber nicht da, ob er auch dort gewohnt hat).
    Mir ist die Zagoria in letzter Zeit ein bißchen aus dem Kopf (zu viele Inselbesuche …). Ich versuche das mit den Zimmern zu klären (bevor ich die Seite ändere).
    Theo

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