1.3.1 Tinos (Einleitung)

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Tinos, der Hafen im Dezember 2006 (tinos webcam), beneidenswertes Weihnachtswetter …

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Foto – alter Fußweg ins Inselinnere mit Blick auf Stadt und Hafen

Tinos – eine Kykladeninsel mit ca. 9.000 Einwohnern, zwischen Mykonos und Andros gelegen – ist weniger durch den Strandtourismus als durch die Wallfahrtsreisen zur Panaghia-Kirche bekannt.

siehe auch:  ELA MARIA

Die Kirche hat durch ihre Einnahmen aus der Wallfahrtskirche einen großen Einfluß auf der Insel und betreibt dort mehrere Stiftungen mit wissenschaftlichem und pädagogischem Ziel. Das Kloster Kechrowouni, aus dem die Nonne stammte, die die berühmte Marien-Ikone fand, ist nicht weit von der Hauptstadt entfernt.

Tinos spielte in der Antike keine große Rolle. Zwischen 1207 und 1715 wurde die Insel von Venedig aus regiert. 1715 kam die Insel unter osmanische Herrschaft. Sie genoß aber – wie so viele Regionen in Griechenland (Mani, Pelion) besondere Vorrechte. Aus der venezianischen Zeit stammen noch die architektonisch interessanten Taubentürme.

siehe auch: Die Taubentürme

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Östlich der Hauptstadt erstrecken sich einige Sandstrände … wo man außerhalb der Saison praktisch niemanden trifft. Jedoch wird die Insel immer beliebter als Zweitwohnsitz für die Griechen vom Festland (gute Fährverbindungen, und Mykonos ist nur 40 Minuten Fahrzeit entfernt).

“Until just a few years ago, dwellings were clustered in villages where access to the central church, to communal water, the need for mutual assistance as well as family ties, all played a decisive role. The new construction, usually a trio of identical three storey side-by-side summertime villas, is being built anywhere there is a view and irrespective of what damage the access roads will inflict. Another form of suburbia.”
Ron Walkey
(aus: Luminous Encounters, 2007)

Ron Walkey, (ein emeritierter Architekturprofessor aus Kanada) lebt in einem Dorf auf Tinos … und bereut inzwischen, daß die Insel immer mehr zu einer Art Neureichen-Ferien-Suburbia verkommt. Und die Einheimischen verkaufen gern, wenn der Preis stimmt …

Irgendwo (mit guter Fahrstraße und schöner Aussicht, das ist wichtig!) wird dann ein Bauernhaus gekauft und angebaut oder umgebaut … oder in der Regel mitten im Land neugebaut (ja, im Stil der “klassischen” Zeit, aber ohne den funktionalen Sinn, und ohne jede Absicht, wirklich sowas wie Landwirtschaft auf den aufgegebenen Terrassen zu betreiben).
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Kleiner Klosterbetrieb oder doch … eine frischgestrichene suburbane Villa mit Familienkapelle? Jetzt müßten nur noch die pflegebedürftigen Terrassen-Mauern weg … na ja … die Mauer ganz vorne ist schon verschwunden …

Jedoch ist Tinos noch eine relativ stille Insel … und weit entfernt vom völligen Ausverkauf wie auf der Nachbarinsel Paros, wo es bei 11.000 Einwohnern zur Zeit 7.000 Immobilienangebote gibt (Apartments, Häuser, Grundstücke) (Quelle: Jonathan Carr, Athens News, 18.05.2007). Paros ist viel zwar weiter entfernt von Piräus als Tinos, hat aber einen eigenen Flughafen …
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>  WEITER MIT  ELA MARIA
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WEITER MIT  WINTER TINOS 2 LIVADHA
WEITER MIT  WINTER TINOS  3 VOLAX
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3 comments

  1. Also es tut mir leid,aber diese Einteilung mit Tinos und Syros nicht im Alphabet, sondern extra unter einer Zahl, die ist, mhhh.., sagen wir: gewöhnungsbedürftig.

  2. Wenn Tinos und Syros (alphabetisch) korrekt am Ende des Menus “Inseln M-Z” auftauchten, müßtest du (weil da in der nächsten Ebene die zahlreichen Unter-Kapitel über Tinos und Syros auftauchen), die Maus nach rechts ziehen UND die gesamte Seitenansicht nach unten scrollen, damit du die nächste Unter-Ebene überhaupt vollständig zu sehen kriegst.
    Die beiden Inseln also (mit Indexzahl) nach oben zu ziehen, sollte nur benutzerfreundlich sein …
    (Ist ja auch so beim “Festland”, wo Pilion, Zagoria und Makedonien wegen der zahlreichen Unterkapitel nach oben gezogen sind.)

  3. Da fällt mir gerade noch was ein: Warum haben so viele einzeln stehende Häuser auf Tinos eine eigene KAPELLE?
    Man hat es mir jetzt erklärt (war ja Kommunalwahlkampf): Du kaufst dir ein leeres Grundstück und baust ZUERST nur die Kapelle. Das Haus baust du später – du beantragst den Bau von “Nebenräumen zu der sakralen Einrichtung”.
    Badezimmer, Schlafzimmer, Küche, egal, was es ist … du kriegst jedenfalls bevorzugt und verbilligt Zugang zu Wasserversorgung und Stromversorgung! Die Grundsteuer ist auch günstiger. Für die Kirche tun sie ja alles …
    Manche Leute haben in der “Vor-Krisen-Zeit” nur ein wenig übertrieben: Wenn du eine achträumige Villa mit Swimmingpool neben deine Kapelle baust, mußt du unbedingt den richtigen Bauunternehmer haben. (Einen, der in der Bezirksverwaltung die richtigen Verbindungen hat …) Sonst könntest du wegen der Bauordnung Schwierigkeiten kriegen und dazu verpflichtet werden (hahaha), deine Villa wieder abzureißen …

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