Kreta 86 – 1 (von 5) – Ankunft, Sfakia

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Kissamou-Bucht bei Kastelli
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KRETA 1986 besteht aus 5 Teilen:
Teil 1 = Sfakia, Teil 2 = Frangokastello, Teil 3 = Nach Nefeli,
Teil 4 = Lentas, Teil 5 = Iraklion Basar

Nachtflug nach Iraklion. Ankunft halb zwei Uhr morgens. Ein halbes Dutzend “arrivals” auf einmal. Das einzige Gepäckband ist völlig überlasted … nein, es gibt kein Kreislaufsystem, nur ein Band mit quietschenden Metallrollen, das einfach mitten in der Halle endet. Das von allen (!) Flügen durcheinandergeworfene Gepäck staut sich drauf, wird von irgendwem heruntergezerrt und irgendwohin geschoben, damit es überhaupt weitergeht. Eine aggressiv geladenes Chaos entsteht … Briten schreien Deutsche an, Deutsche schreien Briten an, Griechen schreien alle an.
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Erkältet bin ich auch. Und nun will dieser Zollmensch auch noch unbedingt sehen, was in meinem Rucksack steckt. Auspacken, einpacken. Der griesgrämige Uniformmensch schaut stumm zu. Wenn er überhaupt hinschaut. Oh je … ich bin schon kurz davor, die Insel zu hassen …
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Ein klammfeuchte Septembernacht. Das Kafeneion an der Busstation ist geöffnet. Touristen im Halbschlaf vor Kaffeetassen und Bierflaschen. Halb sieben. Mit dem ersten Bus weg nach Westen. Nieselregen. Die Augen fallen zu. In Kastelli komme ich mit Fieber an. Noch kurz der Kampf um die Drachmen in der Bank. Ja, steht hier denn keiner an? Nein. Der Lauteste gewinnt. Hoffentlich habe ich wenigstens einige der Ellenbogenkämpfer angesteckt …
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Chora Sfakion
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Zwei Tage im Bett … dann mit dem Bus über die Berge nach Chora Sfakion. Wo die Busse die Samaria-Wanderer einsammeln, die von Agia Roumeli mit Booten hierherbefördert werden. Nur spätnachmittags ist Unruhe im Ort. Wir finden ein Zimmer neben der wilden Müllkippe am Weg nach Anopoli (für umgerechnet 6 Euro) … wir sind die einzigen Gäste im Haus, eine tolle Aussicht vom Südbalkon, und auch vom Gemeinschaftsklo, wenn man die Tür aufläßt …
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Transferboote laufen nach Roumeli aus
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Wir durchlaufen die Samariaschlucht von unten nach oben. Steilwände, im Himmelblau kreisende Falken, Stille. Wir steigen so weit es geht aufwärts, bis von oben die ersten Stimmen zu hören sind. Schnell umkehren! Ein gutes halbes Dutzend der Ehrgeizigsten überholt uns noch. Weg mit dem nächsten Boot. Es ist fast leer. Die Abwärts-Wanderer steuern alle zuerst die Tavernen und Kantinas an.
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Roumeli, Kantina im 1960er Opel-Blitz
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Weil es so schön war, mache ich es noch einmal. Das erste Boot am Morgen nach Roumeli, und dann über den Wanderweg an der Küste entlang bis Loutron, und auf halber Strecke eine schöne Strandpause. Weg ist die Erkältung. Langsam beginnt mir Kreta zu gefallen …
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Weiter mit:  KRETA 1986 – Teil 2

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