Die Ausgrabungen
Bereits im 18. Jahrhundert wurde der Gedanke zur Ausgrabung des vom Alpheios verschütteten Bereichs von Olympia angeregt. Gelehrte wie Richard Chandler und Joann Joachim Winckelmann besuchten als erste den (malariaverseuchten) Ort. Der Franzose Fauvel schuf 1787 eine erste topographische Skizze und Beschreibung der Umgebung.
Es folgten mehrere bedeutende englische Archäologen und Reisende zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Leake, Dodwell, Gell, Cockerell, Lord Spencer Stanhope und sein Architekt Allason, die auf Grundlage systematischer Messungen einen topographischen Lageplan erstellten. Eine Gruppe französischer Gelehrter legte 1829 unter der archäologischen Federführung des Bildhauers Dubois und des Architekten Abel Blouet in knapp zwei Monaten große Teile des Zeustempels frei.
Eine systematische Freilegung weiter Bereiche der antiken Stätte erfolgte aber erst durch die deutsche Ausgrabung 1875 bis 1881 unter dem Direktorium in Berlin, mit den Archäologen Ernst Curtius, Friedrich Adler, Gustav Hirschfeld, Adolf Boetticher und anderen. Auch Wilhelm Dörpfeld gehörte zu den Ausgrabungsleitern.
Die ausführliche Beschreibung Olympias durch Pausanias (2. Jh. n. Chr.) ermöglichte dabei die Identifizierung fast aller ausgegrabenen baulichen Reste. Die Funde wurden in einem neu errichteten Museum am Rand der Ausgrabungsstätte untergebracht. Bis 1897 wurde eine umfassende wissenschaftliche Publikation der Ausgrabung vorgelegt.
Die Grabungen wurden durch das Deutsche Archäologische Institut nach den Olympischen Spielen in Berlin von 1936 wieder aufgenommen und dauern mit Unterbrechungen bis heute an.

