Monemvasia 4 Bobo’s

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Monemvasia, Bobo’s ehemalige Taverne, 1997

Das ist nur ein kurzer Nachruf. 1991 hatte ich noch an diesen blauen Tischen auf der Terrasse der Taverne gesessen. Mitten im Labyrinth der Gassen von Monemvasia, am Aufgang zur oberen Stadt.

Außerhalb der Saison gab es 1991 nicht viele Möglichkeiten, in Monemvasia bewirtet zu werden. Wenn man nicht bei To Kanoni essen wollte oder in Matoulas Taverne - Lokale, die beide zu empfehlen waren.

 

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Bei Matoula unter dem alten Junta-Tourismus-Poster, das Matoulas Wirtin zeigt (!), eingeladen von Freundin Kalliope (Popi) … erkennbar an ihrem Gesinnungs-Outfit … :-)
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… Bobo war auch nicht gerade eine Gourmetadresse, man hatte aber von seiner Terrasse eine schöne Aussicht über die Dächer der alten Stadt. Und Zeit mußte man bei ihm schon mitbringen …! Gewöhnlich wurde das langerwartete Essen zunächst von innen auf die Fensterbank gestellt. (Durch das offene Fenster zog dabei auch der Rauch des Grills ab …) Einige Zeit später folgte Bobo, der Wirt, durch die Tür der Taverne am anderen Ende des Hauses, stieg mit Mühe die Gasse hoch, betrat die Terrasse, schritt zum Fenster, holte die inzwischen etwas ausgekühlten Teller und servierte …

Bobo machte das wirklich große Mühe, er gehörte zu den linken Aktivisten aus den Jahrgängen um 1920, die noch den 2. Weltkrieg, den Bürgerkrieg und die Junta-Zeit miterlebt hatten. Aber es hätte den schweigsamen Wirt beleidigt, wenn sich die Gäste am Fenster selbst bedient hätten …

1997 war die Taverne geschlossen. In meinen Notizen von dieser Reise fand ich vor kurzem noch diese Sätze:
Bobo’s Taverne geschlossen. B’s Frau gestorben, “has lost his mind”. Blumen im Hof. Innen sieht es aus, als sei gestern noch jemand dagewesen.

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