Makedonien - Kastoria 2
Wie so oft, war ich durch eine Ausgabe der Buchreihe “Griechische Traditionelle Architektur” des Melissa-Verlages auf Kastoria gestoßen:
Das Buch ist vor 20 Jahren erschienen, es zeigt auf dem Titelblatt das Bassaras-Haus. Und das traditionelle Kastoria galt damals schon als “im Wiederaufbau” begriffen. Wie mag es wohl heute (2007) dort aussehen, fragte ich mich mit Spannung. Ähm … so sieht es aus:
Archontiko Bassaras, 2007
Tja, nichts hat sich da getan, gar nichts, es ist immer noch ein Paradies für die Holzwürmer und Steinläuse. Gut, es gibt einige Häuser, die fertig und frisch gestrichen sind:
Nett, aber etwas seelenlos sauber. Aber es ist verblüffend, welche Lebensdauer einzelne Baustellen haben! Gut, in sechs Monaten ist so ein kompliziert strukturiertes Gebäude nicht zu restaurieren, und sicher plagt so mancher Erbstreit die Eigentumsverhältnisse. Aber sechs Jahre nach der Euro-Einführung findet man immer noch aktive oder halbaktive Baustellen mit rostigen Baustellenschildern, in denen der staatliche Zuschuß exakt benannt ist … in Drachmen! Nichtsdestotrotz, mir als hoffnungslosen Romantiker waren die leeren Altbauten auch genug.
Alte Bestandsaufnahme der Denkmalschützer,
copyright: Melissa Verlag Athen
Unten das oberste Haus aus der Zeichnung in der Realität. Es ist tatsächlich fertig, eine nicht ganz preiswerte Zimmervermietung ist nun drin eingerichtet. Und ein paar Gebrauchsschäden hat das Leben dem Neubau auch schon wieder eingebracht. Das ist sehr schön:
Es kann aber in den Gassen auch so aussehen, wo auch dem unverbesserlichsten Romantiker dringendst der Wunsch nach einem Schutzhelm einfällt:





