… kali mera!

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“Jeder sei auf seine Art ein Grieche! Aber er sei’s!” J.W. von Goethe

06.07.2008: Ich war vom 02.05.-23.05.08 mal wieder in Griechenland (Milos, Seriphos, Syros, Tinos) und da gibt es einiges zu erzählen! Allerdings habe ich mich direkt am 25.05. auf die Neurochirurgie des Essener Klinikums verabschiedet = Notfall, eine Hirnblutung, medizinisch “Atypische Intercranielle Blutung rechts parieto-occipital mit Ventrikeleinbruch” genannt.

Klingt nicht gut, isses auch nicht. Aber ich habe noch unwahrscheinlich Glück gehabt, muß nicht operiert werden und bin seit dem 06.06.08 wieder zu Hause!

Als Folge sind Sehstörungen geblieben. Ich trainiere jedoch jeden Tag, und bin zur Zeit ambulant in einer Essener Rehaklinik. Lesen und Schreiben fällt mir schon wieder leichter, aber am Bildschirm habe ich noch Probleme. Das Beurteilen von Fotos, Gesichtern und Farben ist zur Zeit noch “daneben”. Es dauert also etwas länger mit den neuen Seiten.

Die ersten 5 Seiten (über Milos) sind jetzt aber fertig und im Netz! Ich muß die Fotos allerdings immer Freunden zeigen, ich selber kann das Licht, die Farben und Gesichter noch nicht richtig beurteilen. Ich bin auch dankbar für jede weitere Nachricht, wenn jemandem auffällt, daß was nicht stimmt!

Danke für die guten Mail-Wünsche, Katharina, Sabine, Marga, Ulli aus Münchn, Ilka, Steffen, Reinhard und Dieter (printy), und an alle, die mir selbst eine gute Besserung gewünscht haben!

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Ich habe am 07.07.07 nach einem Spontaneinfall mit diesen Seiten angefangen, und inzwischen ist es mit etwa 190 Kapiteln schon fast in “Arbeit” ausgeartet.

Darüber nachgedacht, mein Material im Internet auszubreiten, hatte ich schon lange … aber das Prinzip “Tourismus ist die Kraft, die die Objekte zerstört, die sie liebt!” stand mir im Weg. Stimmt ja auch. Ich und mein schlechtes Gewissen hatten genau deswegen gedacht: “Mußt du unbedingt auch noch deinen Teil dazu beitragen, Werbung für Griechenland zu machen? Fahren da nicht längst genug Leute hin?”

Aber (1) will ich auch gar nicht unkritisch vorgehen, und (2) wenn man ein bißchen mehr weiß über die besonderen Eigenheiten des besuchten Landes, geht man dann nicht ein bißchen sorgfältiger um mit dem, was man hat?

Viele Plätze in Griechenland sind leider inzwischen “internationalisiert” worden, und die Griechen haben es hingenommen oder gefördert, weil durch den Ausverkauf viel Geld zu verdienen war. Aber die so oft beschworenen 1970er Jahre kommen nicht zurück, und die “Mykonoisierung” des Landes läßt sich vielleicht am besten dadurch ausbremsen, daß man zeigt, was in diesem so kleinen und so großen und so gastfreundlichen Land alles passiert … und bewahrt werden sollte! Das ist eigentlich meine Absicht.

Anfangs hatte ich auch daran gedacht, alle Texte in Deutsch und Englisch anzubieten. Der Anbieter wordpress bedient ja in erster Linie ein englischsprachiges Publikum. Aber daher kommt bei mir nur ein ganz kleiner Teil von Lesern. Im wesentlichen bleibt es jetzt also beim deutschen Text. Ich übersetze jedoch nicht unbedingt alle zitierten englischsprachigen Quellen. Und noch etwas: Ich war zwar sehr oft in Griechenland in den letzten 23 Jahren, so daß jeder meint, ich müsse doch weltmeisterlich Griechisch sprechen, aber dazu fehlt mir wohl das Talent …

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Nebenbei … es gab in letzter Zeit in Griechenlandforen “Beschwerden” darüber, daß das Land immer stromlinienförmiger, moderner und effizienter würde. Nun ja. Nicht immer …! Das Griechenland von 2008 ist allzuoft immer noch “das gute alte” Griechenland …! Ein frisches Beispiel: Die Waldarbeiter, die seit September 2007 damit beschäftigt sind, die Anti-Erosinsarbeiten auf den verbrannten Flächen im Peloponnes durchzuführen, haben seit Oktober 2007 keinen Lohn mehr erhalten. Das Forstamt in Pyrgos hat die Mittel bisher nicht freigeben dürfen. Die Waldarbeiter drohen nun damit, die Anti-Erosionswerke aus Protest zu zerstören.

It appears that they have not received their wages because the local forestry service, based in the town of Pyrgos, hat not yet been given the necessary funding. ekathimerini 07.02.2008
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Und, abgesehen von den damals in den Medien publizierten unbürokratischen Soforthilfen (3000 Euro für jeden vom Waldbrand betroffenen Hausbesitzer oder Bauern) ist auch noch gar nichts passiert. Nicht ein Euro wurde bis heute ausgezahlt.
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Residents of the Peloponnese who lost their homes and livelihoods in last summer’s disastrous wildfires are still waiting for state compensation despite promises that bureaucratic hurdles would be overcome “Apart from the initial emergency payout given to victims, not one euro has been given for homes, repairs or agricultural production,” Ileia Prefect Haralambos Kafyras told Kathimerini. ekathimerini 08.02.2008
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A total of 67 percent of Greeks questioned in a recent poll by the European Commission’s statistics service said they would probably be worse off by 2028, compared to an EU average of 49 percent and just behind the Germans, who scored the highest marks for negativity with 68 percent envisaging grimmer days in the foreseeable future.
ekathimerini. 03.07.2008

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Und noch vielen Dank an Katharina R. aus Oros Archontikon!
Ihre website findet man hier:
http://www.nissomanie.de/

06.07.2008 Theo

© Alle Fotos aus der griechischen Gegenwart und alle Texte sind übrigens - wenn nicht anders erwähnt - meine eigenen.

9 Responses to “… kali mera!”

  1. Katharina Says:

    Oros Archontikon - das gefällt mir! Hast du da die Rechte dran? Sonst würde ich es mir klauen…. ;-)

    Und danke für Obst und Südfrüchte sowie Link!

    Mach weiter so! Bitte!

    Ciao,
    Katharina

  2. theo48 Says:

    Hallo Katharina,
    die Konferenz mit meinen Urheberrechts-Anwälten hat etwas länger gedauert - sie waren jedoch am Ende der Meinung, ich sollte dir das Recht der nichtkommerziellen Nutzung überlassen (auf 99 Jahre begrenzt). :-) Theo

  3. Katharina Says:

    Hallo Theo,
    nach einer Konferenz meinerseits mit diversen Griechischlexika sowie meiner Griechischlehrerin ist die richtige Reihenfolge “To archontikon opos = Το αρχοντικόν όρος “. Oder “To wuno ton apchonton = Το βουνό των αρχόντων”. ;-)

    Kalinichta,
    Katharina

  4. theo48 Says:

    ;-) … bestimmt hat sie recht, aber wenn es Orte mit der Postleitzahl 71083 betrifft, ist es umgekehrt herum vielleicht genauso gut!?
    (Wie war das noch in der Baden-Württemberg-Werbung: “Wir können alles, außer Griechisch”?)
    Theo

  5. Wilf Says:

    Hallo Theo
    Kaum zu glauben, dass es sowas Schönes wie deine Seiten gibt.
    Herzlichen Dank
    Wilf

  6. Edith Says:

    Hallo Theo

    Da kann man nur eines sagen. Traumhafte super Seite. Allen Griechenlandfans wird dass Herz aufgehen beim lesen deiner Berichte und bei deinen gefühlvollen Beschreibungen.

    Vielen Dank und liebe Grüße aus Wien Edith

  7. printy Says:

    Hallo Theo,

    ich bin regelmässig auf deinen Seiten und geniesse deine schönen Fotos und deine Texte, sie helfen mir, über dieses “Griechenland Abstinenz”-Jahr rüber zukommen. Aber alles kann man nicht haben.
    Ich hoffe, es geht dir schon besser und freu mich schon sehr, wieder was dir zu hören.

    Alles Liebe aus den Tiroler Alpen
    Dieter (printy)

  8. theo48 Says:

    Hallo Dieter, ich könnte zwar noch nicht sagen, daß das mit meiner Sehfähigkeit wieder optimal wäre, aber die ersten neuen Seiten (Milos) sind fertig. Theo

  9. Katharina Says:

    Lieber Theo,

    herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag deiner Seite!!! :-) :-) :-)
    Ich glaube, sie sind das beste was es zu Griechenland online gibt, von so profanen Dingen wie Fährplänen und Foren mal abgesehen.

    Weiter gute Besserung, wir warten noch auf viele schöne Texte und Bilder von dir! Und wenn wir stundenlang nach unten scrollen müssen ;-)

    Chronia polla!
    Ciao,
    Katharina

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