Mezedes und Syros


.
Was tut man nach dem Einchecken im Hotel in Ermoupolis als Zweites? Man fragt nach den Karten der Restaurants der Stadt. Das gibt jedes Jahr neue Überraschungen. Gewöhnlich ist für jeden neuen Namen leider wieder ein alter verschwunden. Das Bedauern darüber hält sich in Grenzen, es sind immer genug gute Adressen vorhanden! (Sie können die Karten auch umdrehen, gut mischen, und einfach eine ziehen!)

Die Einheimischen gehen auf Syros selber gerne essen, und sie lieben die Abwechslung. (Das bewegt das Geschäft, und verschafft den Visitenkartendruckern Umsatz.) Und die meisten Touristen auf Syros sind Griechen, meist aus Athen, die holt man nicht mit Souvlaki und Choriatiki von der Straße. In Ermoupolis (und in den Tavernen des bergigen Nordens der Insel) können Sie also in der Regel GUT essen.

Für Ermoupolis will ich gar nicht erst versuchen, eine vollständige Liste von Futterplätzen zusammenzustellen. Es muß nicht sein. Die Innenstadt ist klein und man kann nett spazierengehen (viele Straßen sind ohne Autoverkehr). Wo die Gassen eng sind, da finden Sie die Bars und Restaurants. Fast alle Restaurants haben sich inzwischen von der Hafenfront zurückgezogen (da ist wohl die Miete zu teuer, und die Mofas sind zu laut).

Zur Orientierung: Zwischen der Protopapadaki (Haupteinkaufsstraße, wo auch die Post ist) und dem Rathausplatz (Plateia Miaouli) finden Sie das alteingesessene To Archontariki (Odos E. Roidou). (Nach dem Archontariki können Sie jeden auf der Straße fragen.) Es hat inzwischen zu beiden Seiten ganz viele Nachbarn gekriegt. Oder ordinäre alte Ouzokneipen haben sich in ein gepflegtes Mezedopoleio verwandelt, wo es besonders viele kleine Gerichte (mezedes) zum Wein gibt. Direkt südlich vom Archontariki finden Sie das Ithaki Tou Ai und direkt nördlich das Oinopneumata. Oinopneumata ist meine spezielle Empfehlung, was die Qualität und Vielfalt des Essens und die Freundlichkeit der Bedienung angeht. (Und nach dem Essen nach dem Dessertwein fragen!)

Ein bißchen Speisekarten-Griechisch sollten Sie können, manche Gerichte sind nicht alltäglich, und man ist nicht immer gleich mit der englischen Version der Speisekarte bei Ihnen (weil, wie oben gesagt, die Touristen hier meistens GRIECHEN sind …):


.
Na, kommen Sie damit noch zurecht? Dann sollte Sie nichts abhalten …


.
Wo die Odos Emmanuel Roidou und die Odos Stefanou zusammentreffen …


.
… genau da liegt die Ithaki Tou Ai Taverne (Karte rechts, südlicher Nachbar des Archontariki) …


.
… und nördlich vom Archontariki finden Sie das Oinopneumata.


.
Oinopneumata, Mai 2008. Mittags ist hier noch nichts los. Wenn Griechen mittags zum Essen kommen, setzen sie sich auch nicht in die Sonne.

Im Winter, und bei schlechtem Wetter, wenn man die Terrassen nicht nutzen kann, wird es abends oft SEHR voll in des Restaurants. Da ist oft weniger Platz als in einem Pariser Bistro, und es wird schwierig, die vielen kleinen Teller auf den Tischen unterzubringen und dem Ellenbogen des essenden Nachbarn auszuweichen. Aber da kriegen Sie schnell Kontakt … und die Griechen kommen ohnehin erst um 22 Uhr zum Essen!

Wie gesagt, Sie finden in der ganzen Innenstadt gute Adressen, Sie müssen auch nicht unbedingt zum “Griechen”. Das L’Arsenale liegt direkt an der Hafenstraße. Lassen Sie sich nicht davon irritieren, daß das magersüchtige Marabu-Paar, das den Laden bewirtschaft, in gruftieschwarz herumläuft und prinzipiell nie lächelt, das Essen ist überraschend gut, reichhaltig, nicht billig, aber nicht teurer als in Deutschland (Pasta 7 bis 9,50 Euro, Risotto bis 14 Euro). (Mai 2010: Das L’ARSENALE ist geschlossen. Das TO LIMANI direkt daneben ist aber auch nicht schlecht. Ist aber kein Italiener …) (Mai 2013: Das AGNANTI, direkt am Fähranleger, ist ein inzwischen gut etablierter Italiener. Deutsches Preis-Niveau.)

Sie finden natürlich auch schöne Tavernen außerhalb der Stadt … ich beschränke mich, wenn ich auf Syros bin, allerdings immer auf den bergigen Norden der Insel. Oben in Ano Syros finden Sie gleich mehrere Tavernen mit einer erstklassigen Aussicht über Ermoupolis weg bis nach Mykonos und Tinos. Wo die Straße in San Michalis endet, ist es schön einsam, und in Kini gibt es eine Reihe populärer Tavernen direkt am Sandstrand (mit Sonnenuntergang), und etwas versteckt Sto Marinou.


.
Marinou in Kini: “Ich wünsch mir, daß Sie lächeln”, sagt das T-Shirt. Ja, so hieß mal eine Alkistis Protopsalti CD …

Marinou empfehle ich nicht unbedingt wegen der Gourmetqualität des Essens. Marinou ist gewissermaßen “die Seele von Kini”, und sorgt immer für gute Laune (auch wenn er selber gerade keine hat). Wenn Ihre Kinder gerade einen nervigen Tag haben, sind Sie da richtig. Ich hab noch keinen Aufenthalt auf Syros gehabt in den letzten 15 Jahren, ohne Marinou zu besuchen. Und ich bin aus dem Kinderalter schon raus, aber auch manchmal etwas nervig … :-) (War 2012 und 2013 auf Syros, aber nicht einmal in Kini!)

Nicht vergessen – es gibt so einiges an Fluktuation bei der Restaurants, und die derzeitige Krise wirkt da auch mit.
.
Und da ist seit dem Herbst 2007 noch das T’Aloni in Papouri, im Insel-Norden.
Weiter mit der Seite: Taverne T’Aloni, Papouri


.
ZURÜCK  ZUR STARTSEITE

One comment

  1. Marino in Kini ist der Taufpate meiner älteren Tochter Sophia Elena. Jedes Jahr sind wir wieder dort, jetzt mit der jüngeren Tochter Leona Ismina

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s